Grand Hotel Sauerhof – Bürgerinitiative gegen Faktenschau

Foto: Grand Hotel Sauerhof
Foto: Karl Gruber via wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Prominent unterstützte Bürgerinitiative in Baden verweigert den Vertretern der Investoren- und Betreibergruppe K.Y.A.T.T. den Zutritt zu einer Presseveranstaltung

Eine Bürgerinitiative vertritt öffentlich die Meinung, dass der Sauerhof, ein klassizistischer Bau von Josef Kornhäusel, von Wohnblocks umstellt, selbst aber nicht revitalisiert wird. Angeschlossen haben sich unter anderem Prominente wie Lotte Tobisch, Christiane Hörbiger und der Heiligenkreuzer Altabt Gregor Henckel Donnersmarck, die sich allesamt zu einem Pressegespräch im Hotel Herzoghof Baden eingefunden haben, um „den Sauerhof zu retten“.

Investoren und Betreibern Zugang verwehrt

Pikantes Detail am Rand dieser Veranstaltung: Die zur Fragebeantwortung angereisten Vertreter der Investoren- wie auch der Betreiberfirma wurden von zwei Sicherheitskräften an der Teilnahme und somit auch von einer direkter Fragebeantwortung abgehalten. Initiative-Sprecher Karl Zweymüller war für die Vertreter nicht zu sprechen, die für die Bürgerinitiative und deren prominenten Unterstützern zusammengefasste Faktenschau konnte nicht vorgetragen werden.

Diese Fakten sollten auf den Tisch

  • Die eingereichten Umbaupläne zur Revitalisierung wurden sowohl durch das Bundesdenkmalamt wie auch durch die Gemeinde genehmigt, und folgen somit den Bebauungsvorschriften für Schutzzonen.
  • Die Revitalisierung des Grand Hotel Sauerhofs hat erste Priorität, da neben der für einen ordentlichen Hotelbetrieb notwendigen Ausstattung auch 80 Zimmer und Suiten adaptiert werden. Die restlichen 40 Zimmer und Suiten sind in den Zubauten, wie auf den Plänen, eingezeichnet.
  • Trotz der baulichen Erweiterung bleibt der Anteil der Grünflächen in etwa gleich, die bebaute Fläche des neuen Grand Hotels Sauerhof wird wie schon jetzt weniger als 32% der Gesamtfläche ausmachen. Die Zubauten selbst sind mit einer Bauhöhe von zirka 8m deutlich niedriger als der Sauerhof selbst.

Hoteldirektor: „Wohnblocks wären fahrlässig“

Der extra für den Termin angereiste, desiginierte Hoteldirektor des Grand Hotel Sauerhof, Thomas Brenner, hält fest: „Für einen wirtschaftlichen Betrieb des Grand Hotels Sauerhof ist die geplante Anzahl von 120 Zimmer und Suiten unabdingbar, Wohnblocks anstelle von Hotelzimmern zu bauen wäre fahrlässig. Die Suiten sind als Appartements ausgestattet und stehen in erster Linie unseren internationalen long-stay Gästen zur Verfügung. Um der Presse aber vor allem auch den Bewohnern von Baden das Projekt näher zu bringen, werden wir noch im Juni im Rahmen einer „offenen Tür“ das Projekt vorstellen und stehen für Fragen persönlich zur Verfügung.“