Alle Fakten zur aktuellen Trinkwasser-Situation in Baden

Foto: Trinkwasser in Baden

Verunsicherung in der Bevölkereung – Nachbeprobung läuft

Im Zuge der monatlichen Routinekontrollen, durchgeführt durch die AGES, wurde an einer Entnahmestelle eine geringe Anzahl von Fäkalkeimen (Enterokokken) nachgewiesen. Es wurde sofort von der AGES eine Nachbeprobung durchgeführt, die Ergebnisse sind morgen, 22. Juni, in der Früh zu erwarten.

„Aus Sicherheitsgründen bitten wir bis zum endgültigen mikrobiologischen Ergebnis, Wasser mindestens 3 Minuten abzukochen, ehe es getrunken wird. Patienten mit geschwächter Immunabwehr und Kleinkinder sollten während dieser Zeit aus Sicherheitsgründen in Flaschen abgefülltes Wasser aus dem Handel beziehen“, so Dr. Michael Sturm, allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger.

Durch die von der Stadtgemeinde Baden sofort eingeleitete, mikrobiologische Nachuntersuchung durch die AGES wird es – sofern es auch weiterhin eine fäkale Kontamination geben sollte – der Stadtgemeinde möglich sein, die Verunreinigungsstelle genau zu definieren und durch bauliche Sofortmaßnahmen unverzüglich zu beheben.

Häufige Fragen

Welche Gebiete sind betroffen?
Gebiete, in denen vorsichtshalber Präventivmaßnahmen getroffen wurden, sind in der Karte dargestellt, wenngleich bei mehreren, zeitgleich an verschiedenen Stellen durchgeführten Beprobungen einzig und allein beim Leopoldsbad eine Verunreinigung festgestellt wurde.

Seit wann sind die Verunreinigungen der Stadt bekannt?
Die Aufforderung, präventive Maßnahmen zu setzen, erhielt die Stadtgemeinde Baden vom Amt der Niederösterreichischen Landesregierung am Mittwoch, 20. Juni, mittags. Daraufhin wurde die Information unverzüglich an die Bevölkerung über Social Media-Kanäle, über die Homepage der Stadt Baden und per E-Mail weitergegeben. In den Verdachtsgebieten wurde mittels Schreiben sowie via Lautsprecherwagen informiert. Parallel dazu erfolgten weitere Maßnahmen wie zusätzliche, engmaschige Beprobungen und das Spülen von Hydranten.

Wie gefährlich ist die Verunreinigung?
„Enterokokken sind ein Hinweis für eine fäkale Verunreinigung. Durch Abkochen des Wassers für mindestens 3 Minuten werden diese Keime abgetötet. Somit ist dieses Wasser trinkbar. Aus Sicherheitsgründen sollte man das abgekochte Wasser innerhalb eines Tages verbrauchen“, so Dr. Michael Sturm, allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger.

Warum wurden Hydranten gespült?
Das Spülen wurde als vorbeugende Maßnahme durchgeführt.

Wie ist die Lage hinsichtlich des Krankenhauses?
Das Landesklinikum wurde umgehend informiert. Es wurden dort sofort die für solche Fälle vorgesehenen Maßnahmen getroffen.

Wie lange wird die Verunreinigung anhalten?
Eine Vielzahl von Proben wird derzeit ausgewertet. Die Kultivierung der Bakterienstämme im Labor benötigt 48 Stunden, daher wird das Ergebnis dieser Beprobungen Freitag Mittag vorliegen. Wir werden an dieser Stelle unverzüglich darüber informieren.

Wie lange muss das Wasser abgekocht werden?
Das Wasser sollte zumindest 3 Minuten abgekocht werden.

Wo wurden die Proben genommen?
Proben wurden im gesamten Stadtgebiet genommen.

Warum ist ein Großteil der Stadt Verdachtsgebiet, obwohl nur 1 von 5 Proben verunreinigt war?
Die Größe des Verdachtsgebietes wurde als weitreichende Vorsichtsmaßnahme vom Amt der NÖ Landesregierung angeordnet.

Was ist mit dem Strandbad?
Das Badener Strandbad ist mit einer modernsten Badewasseraufbereitungsanlage ausgestattet, die den Zweck der Entkeimung hat (Filtration und Chlorierung). Das Badewasser ist daher unbedenklich.

Wie wird weiter vorgegangen?
Es wird präventiv gespült und es wurden weitere Beprobungen mit engerem Raster zur besseren Eingrenzung vorgenommen. Nach Vorliegen dieser Ergebnisse werden Sie an dieser Stelle sofort informiert.

Kann man Duschen?
Duschen ist grundsätzlich bedenkenlos.

Hotline

Die Stadtgemeinde Baden hat überdies unter Tel +43 (0)2252 86800 888 eine Hotline eingerichtet, die Ihnen täglich von 7 bis 20 Uhr zur Verfügung steht.